Das Leuchtfeuer „wächst“ (nicht mehr) – Arbeiten an der Lesummündung im Zeitplan

„… und wann setzen die das Leuchtfeuer drauf?“ Es ist schon da! Wir müssen nur genau hinschauen und dann können wir es sehen. Es ist digital und vor allem klein – das neue Leuchtfeuer an der Spitze des Schönebecker Sand.


Irgendwie stimmen die Proportionen nicht! Ein Blick auf das Leuchtfeuer an der Spitze vom Schönebecker Sand an der Lesummündung ist neuerdings eher ein Dalben mit Taschenlampe. Jedenfalls tagsüber. Denn die

Das frühere Leuchtfeuer an der Spitze des Schönebecker Sands war von deutlich anderen Dimensionen. Aus der neuen Ausgabe kommt zwar dieselbe Kennung, doch der Turm hinterlässt stets den Eindruck, nicht so richtig komplett zu sein.

Leuchtkraft des Feuers ist dank der neuzeitlichen Leuchttechnik sicher unverändert. Die monatelangen Bauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen, die Anschüttung auf der Lesumseite komplett und auch das Leuchtfeuer zeigt die gewohnte Kennung.

Ein Blick ins Fotoarchiv belegt die großen Unterschiede zum früheren Feuer. Der Träger wirkt deutlich schlanker und das Feuer ist auf einen 2 Meter dicken Rohrdalben aufgesetzt.

Die Baumaßnahme ist abgeschlossen. Wie Rüdiger Oltmanns für das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen uns seinerzeit mitteilte, wurden die alten Bohlen der Spundwand gezogen. Ihre Nachfolger, etwa 20 Meter lang, wurden „mittels Vibration und Rammung“ eingebaut, wie das WSA es formulierte. Für das Projekt sind Baukosten in Höhe von 1,4 Mio. Euro angesetzt.

Im Hintergrund des Leuchtfeuers ist die Radaranlage zu erkennen. Die Antennen stehen entlang der Unter- und Außenweser und können den Schiffsverkehr lückenlos überwachen.

Jedes meldepflichtige Fahrzeug (auch kleinere sogenannte „Freifahrer“ ohne Seelotsen) bekommt bei der Meldung von der Revierzentrale ein sog. „Mitlaufzeichen“, welches elektronisch ans Radarecho „geheftet“ wird, so dass dieses Fahrzeug ab sofort auf seiner Reise durchs Revier eindeutig identifizierbar ist. Da die meisten Fahrzeuge heute mit AIS ausgerüstet sein müssen und ihre Daten (Schiffsnamen, etc.) selbständig übertragen, können die Echos der Fahrzeuge nun auch meistens ohne deren Mitwirkung mit den dazugehörigen Schiffsdaten korreliert werden.
Falls nötig erfolgt die Radarberatung von Land aus bei Nebel oder schlechter Sicht, für Schiffe ab 270 Meter Länge oder einem Tiefgang von  mehr als 10,70 Meter.