BV2 VEGESACK seit dem 1. April unter Denkmalschutz

Nach dem lebenserhaltenden Werftaufenthalt und der sogenannten großen Klasse befindet sich die BV2 VEGESACK wieder in einem Top-Zustand. Und seit dem ersten April sogar unter Denkmalschutz.


BV2 seit 1. April mit Denkmalschutz

Im 123. Jahr seit der Ablieferung durch den Bremer Vulkan an die Bremen-Vegesacker Fischerei-Gesellschaft ist der Heringslogger VEGESACK mit dem Fischereizeichen BV2 nun auch offiziell ein Denkmal: Schon jetzt ist der Logger das erste Schiff der früheren Vegesacker Großwerft. Es wurde auf dem heutigen Lürssen-Gelände an der Lesum gebaut und dort auch an die Heringsfischerei abgeliefert. Die besaß später dann mal die größte Flotte Europas. Viele Superlative also für ein vergleichsweise kleines Schiff, das heute für Segel- und Oldtimer-Fans wunderbare Erlebnisreisen auf Nord- und Ostsee anbietet. http://www.bv2-vegesack.de/files/toernplanbv2.htm

Ganz unbestritten aber bietet die BV2 VEGESACK ein besonderes Stück maritimer Vegesacker – und damit eben auch bremischer – Geschichte. Das fand auch Bremens oberster Denkmalschützer Professor Dr. Georg Skalecki, als er zum ersten Mal im Museumshaven Vegesack an Bord kam.

Mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis der Heringslogger vom Landesamt für Denkmalschutz in die Liste der geschützten – eigentlich Immobilien – aufgenommen wurde. Die VEGESACK ist nicht das erste schwimmende Denkmal in der Liste. Auch die SCHULSCHIFF DEUTSCHLAND profitiert von den Vorteilen des Denkmalschutzes. Und ebenso der Versuchskreuzer BREMEN, der ebenfalls im Museumshaven Vegesack zuhause ist.

Für die drei Schiffe sind es nicht etwaige steuerliche Vorteile – wie bei Immobilien, deren Besitzer von der erleichterten Abschreibung profitieren – sondern weitergehende Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten.

Die Gesellschafter der BV2-Betreibergesellschaft werden sich im Mai auf der turnusmäßigen Gesellschafterversammlung auch mit den zukünftigen Möglichkeiten befassen, die knappen Finanzen für den Erhalt des Schiffes zu verbessern. Der sehr grundlegende Werftaufenthalt hat ein sechsstelliges Loch in die Kasse der jetzt gemeinnützigen GmbH gerissen, das alsbald geschlossen werden soll.