Da haben wir aber Schwein gehabt!

Schiffe, Häfen und Meer – so das Motto des geselligen Beisammenseins einiger Binnen-Schiffs- und Wasserfreunde im Haus Schwanewede am fieseligen Samstagabend. So um die zwanzig Interessierte sitzen an langen Tischen, reden miteinander, haben was zu trinken vor der Nase und warten, dass es losgeht. Was soll losgehen? Ein Abend mit anregenden Plaudereien, einem Gedankenaustausch zum Saisonende, einem schmackhaften Imbiss oder einfach nur so. Wozu auch immer, Hauptsache man ist da und dabei.

Ah ja! Thomas begrüßt die Gesellschaft sehr herzlich und es scheint, als würde er jeden von ihnen persönlich kennen und es ist ihm anzumerken, dass er sich auf ein paar unterhaltsame Stunden freut.

Ganz vorne, neben dem Beamer, der in einer Endlosschleife Schiffsfotos auf die Leinwand projiziert, sitzt sie. Sie ist die Attraktion des Abends sozusagen – sie wird aus ihrem Buch „Schiffschwein Spekje“ www.schiffschwein.de vorlesen. Sie hat ein Käppi auf unter dem sich vorwitzig ihre langen Haare vordrängeln. Sie sieht aus wie ein Schiffsjunge, der hier in Schwanewede nach langer Fahrt mal eben haltmacht.

Thomas stellt die Lady im Ringelpulli und mit ebensolchen Socken als Rega Kerner vor. Sie ist norddeutsche Seemannstochter Baujahr 1970, die eigentlich Binnenschifferin werden wollte, aber bei der schreibenden Zunft landete. Warum, wieso und weshalb kann man bei Interesse unter www.medienschiff.de nachlesen.

Apropos lesen: Der Grund ihres Kommens ist, dass sie den Anwesenden ein paar Episoden aus ihrem Buch vortragen möchte, womit sie auch unmittelbar startete. Die Zuhörer erfuhren auf eine sehr amüsante Art, wie „Spekje“ zu dem wurde, was es ist, was die Schriftstellerin mit diesem Minischwein verbindet und was sie so alles mit ihrem Schiffschwein erlebt hat. Selbst wenn sie streckenweise akustisch nicht so toll zu verstehen ist, macht sie mit ihrer Schweinegeschichte auf jeden Fall Lust auf mehr.

Rega Kerner bringt mit ihrem Schiffschwein Spekje kurzweilige Unterhaltung sowohl in düstere Novemberabende als auch in faule Ferientage am Strand, auf dem Schiff, im Garten oder wo immer man Entspannung sucht. Und man muss nicht zwangsläufig was mit der christlichen Seefahrt am Hut haben, um dieses Buch zu mögen.

22.10.2017 www.dagmar-kiesel.de