Das 120-Millionen Traditionsschiff

Noch bietet das wertvollste Traditionsschiff Deutschlands ein weitgehend trauriges Bild: Auf dem Gelände der Wewelsflether Werft, nicht weit von Brunsbüttel entfernt, wird das Schiff grundlegend restauriert. Insgesamt sind es 120 Millionen Mark, die die Stiftung Hamburg Maritim in das Projekt investieren wird. Der größte Teil stamm aus Mitteln der Bundesregierung.


Beinahe vier Jahrzehnte lag der Großsegler in New York nahe der Brooklyn Bridge.

Jetzt ist es offiziell: Nach seiner aufwändigen Restaurierung in der Wewelsflether Werft wird das zukünftige Museumsschiff PEKING an einer neuen Pontonanlage im Hansahafen beim Deutschen Hafenmuseum – gegenüber der Elbphilharmonie – festmachen. Dies beschloss der Verein „Freunde der Viermastbark PEKING“, wie der Stiftungsbeirat der Stiftung Hamburg Maritim am letzten April-Wochenende mitteilte. Dieser Liegeplatz vor dem Museumsschuppen 50 im Hansahafen ist auch von der Plaza vor der „Elbphie“ aus gut zu erkennen.

Das Schiff habe während seiner aktiven Zeit von 1911, nach der Indienststellung und bis zum Verkauf durch die Hamburger Reederei Laeiz 1932, immer im Hansahafen geladen und gelöscht, heißt es in der Mitteilung des Stiftungsbeirates.

Auf der Peters-Werft in Wewelsfleth gehen die Arbeiten gut voran, wie es hieß. Asbest, Blei und vom Rost angefressene Stahldecks sorgen aber für erheblichen Mehraufwand. Der Rumpf, staunten die Experten, befinde sich jedoch in einem überraschend guten Zustand.

Die Viermastbark PEKING überquerte im vergangenen Jahr im Laderaum des Dockschiffes Combi-Luft III den Antlantik.

Fotos: Gryffindor, Peking ship 002, CC BY-SA 3.0;  Nightflyer, Schleswig-Holstein, Wewelsfleth, Peters Werft und Peking NIK 9138, CC BY-SA 4.0; Nightflyer, Schleswig-Holstein, Brunsbüttel, Viermastbark Peking auf Dockschiff Combi Lift III NIK 8785, CC BY-SA 4.0