Der Heringslogger zum Mitsegeln

Es ist mehr als ein einfaches maritimes Erlebnis. Das ist Faszination pur! Der Segellogger BV2 VEGESACK ist ein Traditionssegler mit mehr als 35 Metern Länge und über 400 Quadratmetern Segelfläche und befindet sich in einem Top-Zustand. Rund ein halbes Jahr ist die VEGESACK jedes Jahr auf Nord- oder Ostsee im Einsatz mit der Vegesack-Flagge im Top. Und immer sind auch Gäste an Bord, die sich für diese Form des Segelns begeistern.

Zur Stammcrew des Loggers gehören immer mindestens drei Mann Besatzung, die für die Sicherheit von Schiff und Mannschaft garantieren. Darüber hinaus beteiligten sich Vereinsmitglieder oder Gäste an den Törns. Am Schönsten ist es zweifellos, sich an Deck des 122 Jahre alten Loggers aufzuhalten und das Segeln zu genießen. Aber auch unter Deck müssen Crew und Gäste nicht darben.

Unter Deck befindet sich eine große Kammer mit acht Kojen und sanitären Anlagen, im ehemaligen Fischraum mittlerweile ein gemütlicher Salon. Umgeben von wertvollen Holzvertäfelungen und einer stilechten Kombüse mit großem Herd wird eine ganz besondere Atmosphäre vermittelt. Weiter achtern stehen eine Gästekammer mit Doppelkoje, ein weiteres WC und ein Waschraum zur Verfügung.

Ein Schiff mit Geschichte

Nur mit einem kleinen Augenzwinkern kann berichtet werden, dass die BV2 VEGESACK der erste Schiffbauauftrag war, den die spätere Großwerft Bremer Vulkan 1895 an die Bremen-Vegesacker Fischerei-Gesellschaft abgeliefert hat. Nicht ganz auszuschließen ist, dass es möglicherweise auch die BV1 BREMEN gewesen sein könnte. Doch für die Vegesacker, die schon damals nicht ohne Misstrauen nach Bremen blickten, war klar, dass bei diesem Gründungsauftrag der Fischerei-Gesellschaft an die Vegesacker Werft, „Vegesack“ gefälligst vorn zu stehen hatte. Dass die Fischerei-Gesellschaft „Bremen-Vegesacker“ benannt wurde, reichte längst aus. Alle vier nach diesem Auftrag gebauten Logger entstanden noch auf dem Werftgelände der früheren Langeschen Werft am Vegesacker Hafen und der Lesum. Der alte Speicher mit dem Geschichtenhaus, war seinerzeit ein Teil des Werftgeländes und anschließend das Betriebsgelände der Fischerei. Bis 1921 startete die VEGESACK von hier aus ihre Fangreisen in der Heringsfahrt mit 14 Mann Besatzung.
Ausgestattet mit einer 36 PS Glühkopf-Kolbenmaschine war das Schiff danach als Küstenfrachter im Einsatz, wurde 1939 nach Schweden verkauft, kam 1979 nach Deutschland in Privatbesitz und wurde aufwendig restauriert. Im Hamburger Museumshafen Ovelgönne von Vegesackern entdeckt, bemühten sich Mitglieder des MTV Nautilus erfolgreich um die Rückkehr nach Vegesack. Der Kaufpreis wurde ganz wesentlich von kleinen Spenden, wie den Verkaufserlösen von stilvoll gestalteten Bierkrügen in Vegesack und umzu gesammelt.

Der Link zur VEGESACK BV2

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