Fischlein, Fischlein dort am Stand….

wer ist der Schönste im Laden oder auf dem Markt? Schönheit macht’s beim Fisch nicht alleine – Frische ist bei den Wasserbewohnern eigentlich das Zauberwort. Drum sollte immer beherzigt werden: Schau ihm in die Augen, Kleines! Die Augen sind also das A und O beim schuppigen Gesellen, bevor er in die Pfanne oder in den Topf kommt.

„Am liebsten kaufe ich Fisch direkt dort, wo er flott übern Ladentisch geht, wie am frühen Morgen beim Bäcker die warmen Semmeln“ sagen die meisten Fischfans. Doch wo ist der Fisch am Frischesten? Da hat vermutlich jeder so seine eigene Quelle, denn es gibt ihn mittlerweile so ziemlich überall. Das Fischfach-Geschäft sollte der Spitzenanbieter sein – meint man. Oder ist es vielleicht der gutsortierte Supermarkt mit seinen ganz besonderen Shop-in-Shop-Frische-Angeboten? Und wie steht’s mit den Wassertieren beim Discounter? Möglicherweise ist Ihr Favorit aber auch der Kutterfischer, den man in so ziemlich allen kleinen, idyllischen Häfen entlang der Nordsee und anderer Gewässer noch antrifft.

Unser Nachbar, sozusagen der Tim Mälzer unserer Wohnanlage, kauft meistens bei Lidl – das ist seit längerem sein Gourmettempel, wie er nicht müde wird, zu propagieren. Neulich hat er einen ganzen frischen Lachs zubereitet. Frisch vom Discounter in die Pfanne auf den Teller. Grandios hat’s geschmeckt und das nicht nur, weil er ein exzellenter Hobbykoch ist – sondern weil der frische Fisch seine Rolle auch phantastisch gespielt hat! Beiden konnte man in die klaren Augen sehen: einem vorm und dem anderen nach dem Essen.

Frische Muscheln, Forellen und sogar Krabben bei Lidl? Die, die dort kaufen, sind begeistert von der Frische, der Qualität und auch vom Preis.

Es muss also nicht unbedingt das Fisch-Geschäft auf der Hauptstraße sein, oder der Händler auf dem Wochenmarkt und auch nicht der bekannte Fisch-Anbieter in Bremerhaven, selbst wenn die Auswahl dort überaus vielfältig ist. Dort gibt es sowohl einen äußerst beliebten Kaufladen als auch ein Restaurant im Fischereihafen – absolute Touristenmagnete für Liebhaber für alles, was Neptuns Reich entsprungen ist. Das Angebot im Fischladen ist dermaßen reichhaltig und von A wie Aal bis Z wie Zander findet der interessierte Gourmet alles, was sein Herz begehrt. Auf Eis drapiert, mit Petersilie und bunten Gemüsesorten dekoriert präsentiert sich das Filet neben dem kompletten Fisch, neben Schalentieren und fangfrischen Nordseeschollen.

Dieser Kaufmannsladen für Touristen ist obendrein ein Füllhorn für Souvenirjäger und lädt zum Stöbern und Kaufen ein. Frisches mit und ohne Flossen, in der Büchse oder eingefroren, Gewürzmischungen zum Grillen, Kochen, Braten, viele Dips stehen zum Kaufen bereit. Ebenso Tassen, Fischteller aus Porzellan, Koch- und Backbücher – jede Menge Mitbringsel für Daheimgebliebene.

Mit dem Fisch ist es also wie im richtigen Leben: Die Geschmäcker sind verschieden. Für den einen muss es was ganz besonderes sein, was aus dem Wasser kommt und der andere schwört auf Fischstäbchen! Egal, wer was mag und ob er ihn selbst zubereitet, ihn zubereiten lässt – Fisch ist gesund und lecker und ohne ihn würde was fehlen!

Eines allerdings steht fest: Den Fisch, der in Vegesack angelandet wurde, den gibt es nur noch auf Ausstellungstafeln im Heimatmuseums Schloß Schönebeck. Von der einstmals größten Loggerflotte Europas bliebt nichts übrig – jedenfalls nichts, was uns den beliebten „Außenbordskameraden“ an den Vegesacker Hafen und die Lesummündung bringt.