GOLDEN CITY zum Saisonstart am 28. April

Noch befinden sich die allermeisten Oldtimer im Vegesacker Museumshaven im Winterschlaf. Das wird sich aber schnell ändern – denn der Ausflugskalender der Skipper ist bereits gut gefüllt


Das „Etablissement“ GOLDEN CITY ist auf das Lankenauer Hövt umgezogen und bietet sich als Ziel für die Jahresbegrüßungsfahrt des Kutter-  und Museumshaven Vegesack e.V. an. Möglichst viele der Oldtimer aus Vegesack und anderswo möchte der Vereinsvorsitzende Rolf Noll in die Armada einbinden. Hochwasser – für die Skipper stets sehr wichtig – ist am Sonnabend, dem 28. April um 15 Uhr.

Dies ist nicht die einzige Ausfahrt, die der Verein seinen Mitgliedern empfiehlt.  Am 4. Mai feiert die Schiffergilde Bremerhaven ihren 40. Geburtstag. Sie verfügt derzeit über rund 200 Mitglieder und unterhält zwei vereinseigene Schiffe und ist mit 20 Oldtimern von privaten Eignern verbunden. Die weiteren Vegesacker Termine befinden sich auch in unserem Terminkalender.

Diskussionen im Museumshaven-Verein verursacht auch der Hafen an sich. Über den Service und die Hafenordnung wird diskutiert und auch darüber, wie es mit dem Tiefgang an den Liegeplätzen weitergeht. „Wegen der sehr stark zugenommenen Versandung und Verschlickung ist der Hafen zurzeit nur noch sehr bedingt funktionsfähig. Die eingeleitete Aue transportiert aus dem Oberlauf nicht nur erhebliche Schadstoffe aus der Landwirtschaft in das Hafenbecken, sondern – da ein großer Teil des Oberflächenwassers aus den umliegenden Gebieten in die Aue geleitet werden – erhebliche Anteile von weiteren Ablagerungen. Schiffe mit größerem Tiefgang können den Hafen nur bedingt oder gar nicht mehr anlaufen“, schreibt Rolf Noll. Er erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass schon der Bau des Hafens vor 400 Jahren unter diesem Problem litt, wie er bei Vegesack-maritim.de gelesen hatte (Link).

Für die nächste Zeit sind nun mit dem Neubau des Bahnhofsvorplatzes und dem Neubau des Haven Höövt jede Menge Bauarbeiten vorgesehen, die Rolf Noll als einmalige Gelegenheit ansieht, dabei auch die ohnehin verrohrte Aue wieder wie früher am Alten Speicher vorbei direkt in die Lesum zu leiten.

Modernisieren möchte der Verein auch die Hafenkanten, um weitere attraktive Schiffe als Dauerlieger für Vegesack zu gewinnen und während der Saison den Hafen sowie die Weserpromenade auch zu beflaggen. Das aber stellt sich nach unendlichen Gesprächen und Verhandlungen – so Rolf Noll – bisher als geradezu unlösbares Problem dar.

Dringend zu lösen und „zu begleiten“ ist auch die Diskussion um den Hochwasserschutz im maritimen Aushängeschild Vegesacks, woran auch die Kommunalpolitik ein sehr großes Interesse bekundet.

Auch im Hafen ist zum Start in die Saison schon einiges los: Die VEGEBÜDEL des MTV Nautilus ist derzeit „antriebslos“ geparkt und wird in wenigen Wochen mit einer reparierten Maschine, frisch gepönt und einer neuen Persenning die Rundfahrten im Rahmen der Maritimen Meile starten können. Mit der VROUW CHRISTINE wird ein neuer Stammlieger in wenigen Tagen nach Vegesack kommen. Diese Motortjalk wurde gegen die Barkasse GEO. GLEISTEIN „eingetauscht“, die in der vergangenen Woche Richtung Holland abgedampft ist.  Ein weiteres Plattbodenschiff namens SOUVERÄN bringt Jörg van Laaten in den Museumshaven. Und schließlich ist Horst Benkenstein, ein wichtiger „Oldtimer“ aus der Kutterflotte, als Eigner der KORMORAN abgetreten. Er hat sich in den „wirklichen“ Ruhestand verabschiedet – mit einer neu aufgebauten NSU Quickly, wie zu lesen war. Der neue Eigner der KORMORAN verspricht jedoch, mit dem tollen Kutter Stammlieger im Hafen zu bleiben.