Heimatmuseum Schloss Schönebeck

Viele persönliche Erinnerungsstücke, Fotos, Ausbildungsunterlagen und Modelle beschrieben 2016 in einer Sonderausstellung die Geschichte der Bremer Vulkan AG, die 1997 nach ihrer Insolvenz ihre Tätigkeit beendete.


Seit genau 45 Jahren findet sich das Vegesacker Heimatmuseum im Schloss Schönebeck. Das zauberhafte Wasserschloss im für unsere Gegend typischen Fachwerkstil, gehört bereits seit den 1950er Jahren der Stadt Bremen. Gebaut wurde es wohl um die Zeit, in der auch der Vegesacker Hafen entstanden ist – in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Schloss Schönebeck bietet heute mehr, als ein Heimatmuseum. Es beherbergt ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Schiffbau, Fischerei, der Afrika-Forscher Gerhard Rohlfs, der Walfang sowie Wandplatten, Fliesen und Geschirr bilden die Schwerpunkte der ebenso liebevoll wie fachkundig zusammengestellten Präsentation. Ein umfangreiches Archiv ist zudem in einem Nachbargebäude untergebracht.

Jüngster Höhepunkt des Ausstellungsprogramms war eine Sonderausstellung über den Bremer Vulkan, die Vegesacker Großwerft, die 1997 mit der Insolvenz geschlossen wurde. Viele ehemalige Mitarbeiter konnten durch persönliche Erinnerungsstücke, durch Fotos und Schriftstücke den mehr als 100 Jahre erfolgreichen Schiffbau illustrieren.

Gleich danach wurde an die Heringsfischerei in Vegesack erinnert. In einer beeindruckenden Ausstellung wurde die ehemals größte europäische Loggerflotte, Ihre Fänge und die Fischverarbeitung darstellte. Die Exponate gingen dabei weit über die ansonsten in der Dauerausstellung gezeigten hinaus.

Das Vegesacker Heimatmuseum war bereits vor dem Einzug ins Schloss an sehr unterschiedlichen Orten in Vegesack untergebracht. Gegründet wurde der Verein bereits 1911, vom damaligen Stadtdirektor Rohr und zwar mit einer ersten Ausstellung im Havenhaus. Später ging es über eine Ausstellung in der Rohrstraße ins heutige und historische Logenhaus in der Weserstraße 7. Von den Nationalsozialisten verdrängt profitierte der Heimatsverein von dem freiwerdenden Gebäude und richtete dort sein Archiv und die Ausstellungen ein. Erst Ende der 1960er Jahre erfolgte dann der Umzug ins Schloss und die Loge Anker der Eintracht bezog das Gebäude wieder.

„Von Lemweder in die Lüfte“ – die Geschichte des Luftfahrtstandortes

Vom 21. April bis zum 17. Juni zeigt das Schloss Schönebeck eine besondere Ausstellung. Gleich „gegenüber“ des maritimen Vegesack liegt, versteckt hinter Werfthallten, der frühere Flugplatz Lemwerder, eng verbunden mit dem Unternehmen „Weserflug“, das im Zentrum der Präsentation steht.Das Unternehmen „Weserflug“ und seine Nachfolger am Standort Lemwerder haben einen entscheidendenBeitrag zur Entwicklung der deutschen Nachkriegs-Luftfahrtindustrie geleistet. Aus Anlass des Erstflugs der „Transall“ vor 50 Jahren im April 1967 zeigt das„Schloss Schönebeck“ in Kooperation mit dem „Luftfahrt-und Technikmuseum Lemwerder“ sowie weiteren Partnern aus der Luftfahrtgeschichte speziell für denStandort Lemwerder zusammengestellte Dokumente und Artefakte. „Weserflug“ spielte eine bedeutende Rolle insbesondere für die Beschäftigten übergreifend über beide Ufer der Weser. Zur Ausstellungseröffnung werden Zeitzeugen zugegen sein.

Der Link zum Schloss mit dem Programm für das Jahr 2018

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