In achtzig Minuten um die Welt

Die Maritime Meile, die Promenade und der Stadtgarten ganz besonders, sind ein Muss für jeden Vegesack-Besucher und den hier Lebenden sowieso. Zu allen Jahreszeiten, bei strahlendem Sonnenschein und bei Wind und Wetter gibt’s dort Interessantes zu entdecken und zu bestaunen. Irgendwas grünt und blüht dort immer – und nicht nur vom Frühlingserwachen bis zum Indian Summer.

Wo kann man schon gemächlichen Schrittes in achtzig Minuten einmal um die ganze Welt reisen? Rein botanisch gesehen gelingt das im Vegesacker Stadtgarten allemal.

Gewächse aus allen Erdteilen haben dort ein Zuhause. Wer also Mutter Natur näher kennenlernen möchte, der sollte sich auf den Weg machen, um besondere und erlesene Schätze aus aller Herrgottsländer anzusehen. Man muss kein Kenner von Bäumen, Sträuchern und allen möglichen Gehölzen sein, denn die sind glücklicherweise gut beschriftet, so dass man unvermittelt sowohl den deutschen als auch den lateinischen Namen erfährt und über das eigentliche Herkunftsland informiert wird. Wer allerdings mehr über diesen Baum und jenes Gehölz erfahren möchte, sollte unbedingt vor Ort sein Smartphone zücken und es befragen. Dank dieser Kombination aus herkömmlicher Beschilderung und mobilem Hightech bekommt der Besucher alles aufgezeigt, was ihn interessiert. Er ist weder abhängig von einem gut informierten Wegbegleiter, noch von festgelegten Öffnungszeiten mit organisierten Rundgängen und Eintrittsgeld muss er auch nicht berappen.

Der Vegesacker Stadtgarten ist mehr als ein Botanischer Garten. Er ist eher ein Freilichtmuseum für ganz besondere Gewächse, die alle eine ganz eigene Geschichte haben. Wie und wann sind sie nach Vegesack gekommen, wer hat sie mitgebracht, wer hat sie gepflanzt, aus welchem Klima kommen sie und wie kommen sie mit unseren Jahreszeiten und dem Klima klar?

All das beantwortet Mister Google und zum Lesen der Infos laden überall Bänke zum Verweilen ein oder um auf die Weser zu gucken, sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen oder geschützt vor einer steifen Brise sich einfach nur vom Spaziergang um die Welt auszuruhen.