Maritim trifft auf Schulzentrum Vegesack

So soll die NAJADE möglichst irgendwann wieder aussehen: Der Eichenkutter mit „Leichenkleid“ (mit Kunststoff überzogen) soll von Schülern und Lehrern des Schulzentrums Vegesack (Sek. 2) gemeinsam mit Aktiven des Kutter- und Museumshaven Vegesack e. V. aus seinem Dornröschenschlaf geholt werden.


Erste Besichtigung am Thiele-Speicher: Segelkutter NAJADE wird in Kooperation mit der Berufsschule überholt 

„Die Lehrer müssen stets bei solchen Projekten aufpassen, dass sie nicht am Ende die einzigen sind, die daran arbeiten!“ – Heiko Döling, Lehrer an der Berufsschule Vegesack, wie das Schulzentrum mit dem Sekundarbereich 2 meistens genannt wird, erinnert sich an einen „beinahe fertigen“ Porsche-Traktor und weiß deshalb, wovon er redet.

„Na, das sieht ja ‚gut‘ aus“ – Die Auszubildenden und Berufsschüler mit ihren Lehrern beim ersten Besuch der NAJADE.

Sein Kollege Wilfred Dorawa hat denn auch gleich eine Aufteilung des Eichenkutters NAJADE in „mundgerechte Happen“ vor Augen. Also Teile, die im Zelt beim Thiele-Speicher ausgebaut und anschließend in der Schule bearbeitet werden sollten. Schwertkasten und der Umbau um den noch intakten Volvo Penta-2-Takter beispielsweise. „Mast und Segel“ sind auch vorhanden und intakt“, berichtet Rolf Noll, Vorsitzender des Kutter- und Museumshaven Vegesack, der die beiden Lehrer sowie die anwesenden vier Schüler mit den Eigenheiten des Schiffes bekanntmacht.

Vor allem vier Aktive aus dem Kutter- und Museumshaven Vegesack haben sich für die nächste Zeit diese tolle Aufgabe vorgenommen: Gemeinsam mit Berufsschullehrern und ihren Schülern wollen sie den Segellogger NAJADE in den Mittelpunkt eines Projektes stellen. „Sanieren und wieder herrichten“, beschreibt Rolf Noll das ehrgeizige Vorhaben. Doch die gestellte Aufgabe ist viel umfassender: Die Begleitung des Projektes soll auch die Projektplanung, die Bedarfsermittlung, die Kostenkalkulation sowie das Controlling beinhalten und natürlich auch Pläne für die zukünftige Nutzung des Segelkutters enthalten. „Selbstverständlich ist es wünschenswert und entsprechend den vorhandenen Möglichkeiten auch vorgesehen, die beteiligten Schüler und Auszubildenden aktiv in die anstehenden Arbeiten unter Anleitung der Vereinsmitglieder und der Ausbilder der Schule einzubeziehen“, so Rolf Noll. Dabei hofft er, dass der geklinkerte Segelkutter irgendwann wieder einmal so schmuck aussieht wie auf älteren Fotos.

Die NAJADE wurde dem Verein gespendet, nachdem der bisherige Eigner aus beruflichen Gründen nicht mehr in der Lage war, das Schiff ausreichend zu pflegen. Rolf Noll: „Wir haben uns das Ziel gesetzt, den Kutter zu sanieren und wieder vollständig herzurichten und dabei auch die Besegelung vollständig zu überarbeiten.“ Darüber hinaus seien weitere Angebote vorgesehen, die beteiligten Schüler und Auszubildenden in das Vereinsgeschehen einzubinden und ihnen Grundkenntnisse des Wassersports zu vermitteln. Dies soll begleitend auch auf den anderen Vereinsschiffen erfolgen.

Foto alt: privat