Meldungen aus der maritimen Welt

Schlepperfunk von Bord der REGINA
Es geht voran: Seit Monaten haben Mitglieder der Ortsgruppe Bremen-Vegesack des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) an Bord des Schleppers Regina Kabel gelegt, Sendetechnik installiert, Antennen justiert und im Schiff für Ordnung gesorgt. Am 6. Mai wurde schon einmal, probehalber, aus der Signalstation gefunkt. Der Anlass damals: Auf den Tag genau zweihundert Jahre zuvor hatte das Dampfschiff Die Weser zwischen Bremen und Brake den Betrieb aufgenommen. Das auf dieses historische Ereignis bezogene Sonderrufzeichen DQ200WESER gelangte dabei erstmals zur Anwendung.
Inzwischen begann mit dem International Lighthouse and Lightship Weekend (ILLW), von Bord der Regina der analoge und digitale Sendebetrieb. Das Motto: DQ200WESER – 200 Jahre erstes Deutsches Dampfschiff Die Weser. Das Rufzeichen der Klubstation: DKOMTR. Die offizielle Eröffnung werden MTV Nautilus und die Funkamateure am 22. September nachmittags vollziehen.


Mit dem Dampfeisbrecher WAL nach HelgolandFür 25 Euro als „Decksgast“ sind Interessierte dabeiEs war das letzte Dampfschiff in der großen Flotte des Bundesverkehrsministeriums und wurde 1938 in Stettin gebaut und 52 Jahre später als Eisbrecher auf dem Nord-Ostsee-Kanal außer Dienst gestellt. 50 Meter lang ist der mit einer 1200 PS starken Dreifach-Expansionsdampfmaschine ausgestattete Oldtimer WAL, der inzwischen längst in Bremerhaven zu Hause ist.

Vom 25. Bis zum 28. August fährt die WAL zum zweiten Mal in diesem Jahr mit Gästen nach Helgoland. Die komplette Tour zum Saisonschluss kostet 480 Euro doch werden in guter Tradition auch Decksgäste mitgenommen. Die zahlen pro Tour nur 25 Euro.

Weitere Infos: schiffahrts-compagnie.de


Maritimes Kompetenzzentrum ohne Bremen?

Haushaltsmittel des Bundes stehen bereit, ein Verein ist gegründet und die ersten Vorstandssitzungen fanden bereits statt: Der Verein zur Errichtung eines Kompetenzzentrums für den maritimen Standort Deutschland ist aktiv. Ziel ist eine Denkfabrik, ein sogenannter Think Tank, mit dem die Initiatoren die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationskraft des deutschen maritimen Standorts erhöhen wollen. Das Zentrum ist derzeit in Hamburg zu Hause, beteiligt sind die Länder Hamburg und Niedersachsen. Warum diese Initiative bisher ohne Bremen stattfindet, ist offenbar nicht so recht klar. Die Freien Demokraten in der Bürgerschaft haben jüngst eine entsprechende Anfrage an den Senat gerichtet.

Vorgesehen ist, dass Wirtschaft, Wissenschaft, Bund, Länder, Verbände und Gewerkschaften die großen Themen der Branche von der Digitalisierung über die Ausbildung bis zur Antriebstechnik und den Umweltschutz angehen. Das deutsche maritime Zentrum ist Teil einer umfassenden Zukunftsoffensive für die Branche, die im Frühjahr bei der Nationalen Maritimen Konferenz in Hamburg verabredet wurde. Das Verkehrsministerium stellt für die Gründung bis 2019 rund neun Millionen Euro bereit.

Nautilus-Klönabend

Klare Kante, eigener Schnack – Bremen-Nord und die Besonderheiten bremischer Geografie. Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 17. August 2017 im Nautilushaus am Museumshaven in Bremen-Vegesack.
Bremen-Nord führt -weil als Stadtbezirk mit einer Himmelsrichtung verknüpft – den Polarstern im Namen. Kurs 0 Grad rechtweisend Nord; ein bisschen Poesie scheint im Spiel, des Leitsterns wegen, der annähernd die Lage der Erdachse anzeigt.
Schön wär’s, denn: Von dem Ort aus besehen, der sich, aus historischen Gründen, als das eigentliche Bremen ausgibt, liegt – vom Verlauf des Meridians her besehen – die Bremen-Nord benachbarte Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck exakt im Norden.
Dass die Umgangssprache Eigenheiten zum Ausdruck bringt, die sich in der Nautik keiner erlauben sollte, muss selbst in einer Hafenstadt nicht verwundern. Es darf daher als ausgemacht gelten, dass Bremen-Nord etwas Besonderes verkörpert.
Woher aber rührt diese, eine gewisse Distanz wahrende, Mentalität? Bewohner einer Stadt, die nicht selten Wert darauf legen, als Bewohner zweier Städte zu gelten. Man fährt aus Bremen-Nord (eingemeindet 1939) bis heute nach Bremen.
Vielleicht hilft ein altes Kinderspiel bei der Auflösung dieser Frage: Stadt, Land, Fluss. Die Stadt: Bremen. Das Land: Bremen als eigenständiger Staat. Der Fluss: Die Weser. Von ihr stammt die in Bremen so eigene Geografie und Topografie.


Birgit Benke lädt auch für 2018 wieder zur Pappbootregatta

Auch in 2018 wird die MTV-Pappbootregatta für Ende Mai ehrenamtlich unter Leitung von Birgit Benke geplant. Wer Lust hat die Veranstaltung mit zu unterstützen kann sich gern unter 0160-842 9956 melden oder eine Email schreiben an Birgit.Benke@t-online.de. Die ersten Anmeldungen zum Beispiel aus der Waldorf Schule sind schon eingegangen, Birgit Benke schreibt: „Wir freuen uns über die so positive Resonanz der Veranstaltung!! Bis bald und ein herzlicher Gruß von BB vom MTV Nautilus.“


KLAR SCHIFF BREMERHAVEN kommt im Februar

Nun hat die Bremer Boat-Fit doch einen „richtigen“ Nachfolger gefunden: Vom 16. bis 18. Februar des kommenden Jahres findet die erste Ausgabe der KLAR SCHIFF BREMERHAVEN in der Stadthalle Bremerhaven statt. Damit sind vor allem die Bemühungen von Rolf Noll, dem Vorsitzenden des Logger- und Museumshaven-Vereins Vegesack, und etlicher Mitstreiter von einem großen Erfolg gekrönt.

Eine dreitägige Fachmesse für Skipper und Boot mit vielen Anregungen und Informationen will diese Veranstaltung sein, die die Bremerhavener Veranstaltungs- und Messe GmbH realisiert. Eindeutige Zielgruppe sind Wassersportinteressierte und Traditionsschiffer. Aussteller sollen Ausrüstung und mehr anbieten und am Sonntag gehört auch ein maritimer Flohmarkt zum Programm, wie er von Rolf Noll in diesem Jahr bereits mit großem Erfolg im Vegesacker Kulturbahnhof mitorganisiert wurde.


Rettung für die VEGEBÜDEL in Sicht

Die Gesellschafterversammlung der BV2 VEGESACK-Betreiber-Gesellschaft hat in Ihrer jüngsten Sitzung den Weg für einen neuen Status der Barkasse VEGEBÜDEL  freigemacht. Zukünftig wird nicht mehr die Betreibergesellschaft sondern der Verein MTV Nautilus e.V. die Barkasse für Rundfahrten auf Weser und Lesum direkt betreiben. Dazu allerdings ist vorher eine umfassende Reparaturmaßnahme erforderlich, für die – so ist zu hören, die Weichenstellungen vorgenommen sind.

Während der Gesellschafterversammlung wurde auch die Umwandlung des Unternehmens in eine gemeinnützige GmbH beschlossen.


Im Thiele-Speicher bleibt alles beim Alten!
Es war wie so oft im Bremer öffentlichen Dienst: Am Ende wollte es mal wieder keiner gewesen sein … Begonnen hat alles mit einer parlamentarischen Anfrage des FDP-Abgeordneten Buchholz in der Bürgerschaft. Was denn Immobilien Bremen wohl mit dem Thiele-Speicher und seinen Mietern vorhabe, wollte der frühere Vegesacker Beirat wissen. Was folgte waren aufgeregte Klarstellungen, Hinweise auf Missverständnisse und zuletzt eine klärende Vegesacker Beiratssitzung. Jetzt sind alle zufrieden: Der Lnndesdenkmalpfleger weiß, dass das historische Gebäude in seiner Bausubstanz in keinem guten Zustand ist, Immobilien Bremen weiß das auch und sagt Verbesserungen zu und die beiden Vereine, der Fechtclub Bremen-Nord sowie der Museumshaven- und Kutterverein wissen, dass Sie demnächst neue und für sie günstigere Mietverträge erhalten werden. Das sind bremische Lösungen!


Kloska vergrößert

Uwe Kloska ist in Vegesack kein Unbekannter und nicht nur hier. An der Küste ist er ein prominenter Unterstützer der Traditionsschifffahrt und persönlich auch Mitglied in verschiedenen Vereinen. Sein 1981 in Bremen gegründetes Unternehmen besteht inzwischen aus 21 Firmen und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter weltweit.

Die jüngste Übernahme betrifft die MK-Marine in Bremerhaven. Die firmiert zukünftig unter MK-Marine- GmbH Solas Range Services und bietet auch weiterhin Verkauf und Wartung von Seenot- und Rettungsmitteln für die See-, Binnen- und Sportschifffahrt.


Sail 2020 finanziell gesichert

Die nächste Sail wird im August 2020 in Bremerhaven stattfinden. Die Voraussetzung dafür hat der Bremer Senat bereits jetzt geschaffen. Damit ist die Finanzierung des Windjammertreffens 2020 gesichert.

teDie Finanzierung muss bereits jetzt gesichert werden, weil die Eincharterung der attraktiven Windjammer einen langen Vorlauf hat. Der aktuelle Handlungsdruck wird durch die fast zeitgleich stattfindende Sail in Amsterdam verstärkt. Insbesondere die bekannten Windjammer sind – als Publikumsmagneten – weit im Voraus zu buchen und mit beiden Veranstaltungen zu koordinieren.

Insgesamt wird für die geplante Veranstaltung mit Kosten in Höhe von 2,275 Millionen Euro gerechnet. In der Gegenüberstellung der Einnahmen und der Kosten ergibt sich ein Zuschussbedarf in Höhe von 1,19 Millionen Euro. Die Landesmittel sollen in den Haushalten 2019 und 2020 berücksichtigt werden.