Museumshaven: Reise nach Jerusalem

„Wo ist noch ein freier Platz?“ Diese bei Kindern beliebte „Reise nach Jerusalem“ findet in derzeit im Vegesacker Hafen statt. Dass die Stammliegeplätze für die Traditionsschiffe im Museumshaven in Vegesack sich häufiger mal ändern können, wird von manchen Skippern nicht ohne Kopfschütteln berichtet. Aktuell ist es besonders schlimm, hat aber dafür auch einen ganz besonderen Grund: Am Auslass der Aue am Hafenkopf wird gebaggert und deshalb mussten die Liegeplätze komplett neu sortiert werden. Die eine Seite des Hafens ist jetzt nahezu komplett leer, während man auf der anderen Seite des Hafens das Becken geradezu trockenen Fußes überqueren kann – so dicht liegen die Schiffe und Boote aneinander.  Nur drei Tage wird rund um den Einlauf der Aue ins Hafenbecken gebaggert. Dass bei der Gelegenheit die Versandung des Hafens komplett beseitigt wird, ist jedoch nicht zu hoffen. „Frühestens 2018“ ist aus dem Wirtschaftsressort zu hören. „Im Jahr 2018“ zitiert die Norddeutsche die Sprecherin der Wirtschaftsbehörde und „vielleicht noch in diesem Jahr“, hoffen Mitglieder des Logger- und Musesumshaven-Vereins. Angesichts der haushaltspolitischen Diskussionen in diesen Tagen und der Tatsache, dass es sich um ordentlich 6-stellige Baggerkosten handelt, bleibt die pessimistische Prognose nicht ohne Wahrscheinlichkeit.