Pensionsfonds verwandelt das Haven Höövt zum Wohnensemble

Der Blick aus Richtung des Grauen Esel auf den mächtigen Baukörper des Einkaufszentrums Haven Höövt soll sich im Laufe der kommenden zwei Jahre wesentlich ändern. Bereits im April des vergangenen Jahres hat die Kölner Baubetreuungsgesellschaft Wesbau das 3,5 Hektar-Projekt für einen Pensionsfonds erworben. Der will aus dem verunglückten Einkaufszentrum mit vielen Tausend Quadratmetern schwarz gebauter Verkaufsfläche nun ein ganz besonderes Wohnensemble machen. Nicht mehr den großen Klotz sondern mehrere Baukörper mit Durchlässigkeit und Sichtachsen, die möglicherweise sogar mehr „Durchblick“ auf den Hafen und SCHULSCHIFF DEUTSCHLAND bieten, als es ihn bisher gab.

Das Bremer Architekturbüro Wirth hatte am Ende eines Wettbewerbes mit seinem Entwurf die Nase vorn. 110 Mio. Euro will der Bauträger investieren. 150 bis 180 Wohnungen und einige Läden und vielleicht sogar das zukünftige Vegesacker Polizeirevier sollen dort entstehen – dann könnten die Polizisten ressourcensparend zu Fuß zur gegenüberliegenden Grohner Düne ausrücken …

Ganz ohne Glasbrücke. So soll der Eingang ins deutlich kleinere Einaufszentrum mit den Ankermieter Kaufland zukünftig aussehen.

Anderthalb Dutzend Geschäfte entstehen zudem im rückwärtigen Teil des Projektes, der bisher weitgehend von Marktkauf genutzt wurde. Die Läden sind inzwischen entkernt und die Glasbrücke hinüber zu vorderen Baukörper wird abgerissen. Statt Marktkauf wird die Lidl-Tochter Kaufland unter dem Parkdeck Ankermieter. Außerdem sind in dem sogenannten „Nahversorgungszentrum“ Deichmann und auch auf dem Sedanplatz vertretene Tedi, Rossmann und (endlich wieder!) ein Elektronikmarkt angekündigt. Abgerundet wird das Angebot von Läden mit Schuhen, Mode, Drogerieartikeln sowie einem Friseur und einer „ganzwöchentlichen“ Gastronomie.

Mit der Rechtskraft des neuen Bebauungsplanes wird 2019 gerechnet.