REGINA: Und endlich kommen die Infos

Bei Denkmälern kommt es ja nicht so auf ein Jahr an, oder? Seit mehr als 26 Jahren steht der Schlepper REGINA auf dem westlichen Ende der Weserpromenade. Gleich nachdem er dort Ende November 1990 aufgestellt wurde, beschloss der Eigentümer, der Verein Maritime Tradition Vegesack Nautilus e.V., vor dem Schiff ein Schild mit entsprechenden Erklärungen aufzustellen. Das war offenbar nicht so ganz einfach. Aber jetzt ist es fertig und hat inzwischen den erklärenden Text erhalten. 

Die 800 Kilogramm (Achthundert!!) schwere Platte wurde in den Boden eingelassen und der Text schon mal mit einem Probeausdruck entsprechend drapiert. Das Stahlbauunternehmen Ambau, das Ende 2016 das ehemalige Gelände des Bremer Vulkan in Richtung Cuxhaven verlassen hat, zeigte sich bei der Platte spendabel und Hardy Schilling von der Schilling-Werbung sorgt für das fachgerechte Anbringen des Textes.

Die REGINA ist ein Unikat ganz besonderer Sorte. Denn der Schlepper, der 21 Jahre lange, von 1966 bis 1987 beim Bremer Vulkan im Einsatz war, ist nahezu komplett auf der Vegesacker Werft entstanden. Und sehr speziell ist auch der Antrieb. Der 600 PS starke Dieselmotor, ein Typ, der ansonsten als Hilfsdiesel auf Frachtschiffen zum Einsatz kam, trieb nämlich keine konventionelle Schiffsschraube an sondern einen sogenannten Voith-Schneider-Antrieb. Die senkrecht unter dem Rumpf stehenden „Messer“ des Antriebes drehen sich und sorgen dafür, dass das Schiff sich in jeder Richtung – vor, zurück und seitwärts –  mit nahezu gleicher Geschwindigkeit fortbewegen und auch im fließenden Gewässer auf der Stelle manövrieren kann.

Schlepper REGINA an der maritimen Meile

All das und noch viel mehr findet man also demnächst auf der Informationstafel und zeitgemäß finden sich dort auch zwei sogenannte QR-Codes. Besitzer eines Smartphones erhalten darüber einen Link. Zum einen auf die Internetseite des Vereins MTV Nautilus e.V. und zum anderen auf die Erklärungsseite des Voith-Schneider-Antriebes im Internet bei Wikipedia.

Wir haben es ausprobiert – es funktioniert bestens und zeigt die Messer des senkrecht stehenden Antriebes in erklärender Bewegung.