Maritime Erlebniswelt Schlachte

Vom historischen Liegeplatz zum maritimen Biergarten

Eine „maritime Meile“ wie in Vegesack ist die Bremer Schlachte nicht. Vor allem deshalb nicht, weil sie nur 660 Meter lang ist … aber die haben es in sich. Etliche Liegeplätze für Schiffe gehören heute dazu und eine Biergarten- und Gastronomie-Meile, die an Vielfalt kaum zu überbieten ist. Jüngstes Schiff vor der Promenade an der Weser und neues Flaggschiff ist die Alexander von Humboldt. Ein Dutzend Schiffe – mehr oder minder historisch – können von ihren Gästen dort geentert werden. Hier ist der Link zu den Schiffen.

Und wer mehr über die „maritime Erlebniswelt Schlachte“, wie sie sich selbst bezeichnet, wissen möchte, wird auf der Seite schlachte.de gut informiert.

Zum Hintergrund und dem ungewöhnlichen Namen für die historische Anlegestelle:

Mit „schlachten“ hat der Hafenplatz nämlich nichts zu tun. Bereits 1250  – wurde der bis dahin unbebaute Uferstreifen erstmals in einem ausgestellten Privileg als „Slait“ bezeichnet – ein mit eingeschlagenen Pfählen befestigtes Areal – weiß Wikipedia. Schiffe bis zu 100 Tonnen, vor allem die seinerzeit extrem wichtigen Hansekoggen, entluden hier ihre Waren aus Übersee und Europa. Bereits im 17. Jahrhundert, als wegen des geringen Tiefgangs aufgrund der versandeten Weser der Vegesacker Hafen gebaut wurde, gab es regelmäßige Abfahrten mit 100 Tonnen tragenden Segelschiffen.

Zuvor löschten Bremische Schiffe an der Schlachte niederländische und englische Stoffe, Heringe und andere Fische aus Norwegen sowie spanische und portugiesische Kolonialgüter.  Pack- und Lagerhäuser säumten das Ufer, Wohnungen und Vergnügungsstätten lagen in unmittelbarer Nähe. Bis ins 16.Jahrhundert war die Schlachte der Anlegeplatz für Seeschiffe und einer der belebtesten Orte Bremens. Als die Weser immer mehr versandete, der Schiffsverkehr zunahm und die Schiffe größer wurden, begann man mit der Verlagerung des Hafens in Richtung Meer. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Schlachte als Be-und Entladeplatz für Binnenschiffe genutzt.

Hier der komplette Text bei Wikipedia

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