Wanfrieder Historie auf Erkundungsreise in Vegesack

Am Sitzungstisch im Nautilushaus neben dem Vegesacker Geschichtenhaus hatten sich die Mitglieder der Delegation aus Wahnfried und ihre Vegesacker Gastgeber versammelt. Nach einem Rundgang der maritimen Meile informierte Vegesackers Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt hier über das  maritime Vegesack und seine Geschichte.

2018 im Bus entlang von Weser und der Werra

Preisfrage: Wo lag einst der „südlichste über die Weser erreichbare Hafen“? Antwort: Es war Wanfried, heute im nordhessischen Werra.Meißner-Kreis, direkt an der Grenze zu Thüringen.  Unter der Führung von Bürgermeister Wilhelm Gebhard besuchte eine 7-köpfige Delegation 12. April April Vegesack um ein Reiseangebot von Bremen nach Wanfried und das thüringische Mühlhausen im kommenden Jahr zu eruieren. Begrüßt wurden sie von Vegesacks Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt. Entstanden ist der Kontakt zwischen Vegesack und Wanfried durch einen Besuch des früheren Vorsitzenden des MTV Nautilus, Dr. Bernhard Hauke beim Zweiten Vorsitzenden des Fördervereins Historischer Hafen Wanfried, Hubertus Wetzestein,

Die historische Achse von Bremen nach Wanfried wurde durch den Handel und die Schifffahrt geschlagen. Einen Warenhandel auf der Werra soll es bereits im Mittelalter gegeben haben. Schon um die Zeit des Baus des Vegesacker Hafens, Anfang des 17. Jahrhunderts, wurden waren aus Wanfried und dem benachbarten Mühlhausen in Thüringen über die Werra und die Weser nach Bremen verschifft. Die Mühlhauser Tuchmacher lieferten ihre Produkte dabei bis nach England, Russland und Schweden. Verladen wurde alles seit 1608 im Wanfrieder Hafen, der dazu mit einer Kaimauer und Steinplatten befestigt wurde. Außer Tuchen aus Mühlhausen wurden Kupfererz, Getreide, Flachs, Raps Mohn und Thüringische Farbpflanzen nach Bremen verschifft, um von dort aus nach Holland, England, Frankreich, Spanien und Amerika weitertransportiert zu werden.

Von Bremen aus brachten die Schiffe Gewürze, Kaffee, Tee, Wollwaren, Öle, Tabak, Reis und Zucker weser- und werraaufwärts. Schon vor mehr als 200 Jahren gab es Linienverkehre weseraufwärts bis in die Werra hinein. Der Handel so hat Bernhard Hauke recherchiert, brachte Wohlstand in die Stadt Wanfried. Noch heute zieren die stattlichen Kaufmannshäuser dieser Zeit das Stadtbild.

In der Planung für 2018 befinden sich jeweils 3-tägige Busreisen von Bremen, die Weser und Werra entlang bis nach Mühlhaus und Wanfried. vegesack-maritim.de wird rechtzeitig darüber berichten.

 

 

 

Herr Joachim Eckhardt (Vorstandsmitglied des Fördervereins Historischer Hafen Wanfried)

Olaf Prehm (Gästeführer und Arbeitskreis Tourismus Wanfried)

Ute Wörner (Gästeführerin – verkörpert die Reisende aus Bremen (wie passend J)

Andreas von Scharfenberg (Initiator einer engeren touristischen Zusammenarbeit mit der Stadt Mühlhausen)

Nancy Krug (Geschäftsstellenleiterin der Tourist-Info Mühlhausen)

Marco Fongern (Geschäftsführer des Hotels „Brauhaus Zum Löwen“ in Mühlhausen)

Wilhelm Gebhard (Bürgermeister der Stadt Wanfried)

 

 

 

Die Freundschaft des MTV Nautilus zum Förderverein Historischer Hafen Wanfried ist durch ein Treffen des damaligen MTV-Vorsitzenden Bernhard Hauke mit dem 2. Vorsitzenden des Fördervereins Historischer Hafen Wanfried, Hubertus Wetzestein, bei einem Besuch von Bernhard Hauke in Wanfried entstanden.

Nun kommen die Wanfrieder nach Vegesack und bringen ein interessantes Angebot mit:

 

„Entlang der Weser auf den Spuren der Hanse:

Folgen Sie dem Handelsweg von Bremen über den Wanfrieder Hafen bis Mühlhausen“ 

so ist das Angebot einer Busreise überschrieben, die im nächsten Jahr Menschen aus Bremen und Umgebung in die Zeit der Hanse zurückversetzen soll.

Die dreitägige Busreise führt an Weser und Werra entlang nach Wanfried und nach Mühlhausen, wo sich auch das Hotel für die Unterkunft befindet:

Eng verbunden mit dem Wanfrieder Hafen ist natürlich auch Mühlhausen. Als Hansestadt nutzte Mühlhausen diesen Hafen, um die Waren, hauptsächlich „Mühlhäuser Lacken“ bis zum Ende der Weser und über alle Weltmeere zu verschicken. Mühlhausen wurde mit diesem Hafen und durch diesen Hafen eine der größten Städte Deutschlands der damaligen Zeit. Natürlich hat die ehemals „Freie Reichsstadt“ viel von Ihrer Vergangenheit bewahrt. Lebendig und gut erhalten findet der Besucher sie in der historischen Altstadt mit ihren vielen Kirchen, im Rathaus und vor allem im äußerst beeindruckenden Reichsstädtischen Archiv.