Corona trifft auch die GORCH FOCK bei Lürssen

GORCH FOCK-InstandsetzungVerschiebung der Ablieferung auf den Spätsommer

Wie die Lürssenwerft heute mitteilt, kann die GORCH FOCK, die zur Endausrüstung derzeit noch an der Lemwerderpier liegt, erst im Spätsommer abgeliefert werden. Hier die Erklärung von Oliver Grün, dem Sprecher der Werft:

Corona-bedingte Personalausfälle sowie erhebliche Beeinträchtigungen in den Lieferketten haben eine Übergabe der GORCH FOCK an die Deutsche Marine im Spätsommer dieses Jahres zur Folge. Darüber hat die Fr. Lürssen Werft den Auftraggeber diese Woche informiert. Die Terminverschiebung hat keine Auswirkung auf den vereinbarten Kostenrahmen.

„Beginnend mit der zweiten Corona-Welle Anfang des Jahres und aktuell verstärkt durch die dritte Welle haben wir an zahlreichen und entscheidenden Schnittstellen einen erheblichen Personalmangel zu beklagen, den wir zur Erreichung des geplanten Ablieferungstermins am 31. Mai 2021 nicht mehr kompensieren können“, sagte Tim Wagner, Geschäftsführer der Fr. Lürssen Werft. „COVID-19-bedingte Personalausfälle in allen projektbeteiligten Unternehmen sowie ebenfalls durch die Pandemie umfassend beeinträchtigte Lieferketten einzelner Zuliefererbetriebe haben uns vor die enorm schwierige, aber unabwendbare Entscheidung gestellt, die für Ende Mai geplante Übergabe der GORCH FOCK in den Spätsommer dieses Jahres verschieben zu müssen. Hierüber haben wir unseren Kunden bereits informiert. Die mit der Verschiebung zugleich anfallenden Mehrkosten werden nicht zu Lasten des Kunden gehen. Als verantwortlicher Auftragnehmer werden wir die finanziellen Auswirkungen übernehmen.“

Das Bremer Familienunternehmen Lürssen hat die Instandsetzung des Segelschulschiffes im Oktober 2019 übernommen, die Bark bereits im März diesen Jahres zu Wasser gelassen und nach Lemwerder zur weiteren Endausrüstung verholt. Damit wurden drei von vier Projektmeilensteinen erfolgreich im Termin erreicht.

„Es ist für unseren Kunden, für uns als Werft und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort überaus enttäuschend, dass uns äußere Umstände im Zeitplan nunmehr deutlich zurückwerfen. Ungeachtet der technischen Herausforderungen haben wir uns auf einem guten Weg befunden und sichtbare Fortschritte erzielt“, fügte Wagner hinzu. „Im Neubau wie in der Reparatur sind einzelne Bauabschnitte allerdings eng getaktet und Zulieferungen unmittelbar darauf abgestimmt. Verschiebt sich ein Gewerk auf der Zeitschiene, führt dies leider oftmals unweigerlich zu einem Dominoeffekt auf das Gesamtprojekt. Wir werden weiterhin alles daran setzen, die aktuellen Umstände bestmöglich auszutarieren und unvermindert mit Hochdruck an der Fertigstellung der GORCH FOCK arbeiten.“

Aufgrund der Corona-bedingten Unsicherheiten hinsichtlich Personalverfügbarkeit und Lieferketten kann ein konkretes Datum als Abgabetermin noch nicht endgültig festgelegt werden.