Es geht voran mit den Korvetten für die Marine

Die Korvette LUDWIGSHAFEN während des Baus auf der Norderwerft in Hamburg. Diese Werft gehört seit 2012 zu Lürssen. Das Betriebsgelände auf dem Steinwerder verfügt über drei Schwimmdocks und einer 450 Meter langen Kaianlage mit drei Liegeplätzen.


Nach Baustopp und etlichen technischen Problemen geht es voran mit den Schiffen Nr. 6 bis 10.

Baustart für die zehn 90-Meter Korvetten der sogenannten Braunschweig-Klasse war 2004. Nach 17 Jahren ist immerhin mit dem neunten und zehnten Schiff dieser Baureihe der Werften Lürssen, German Navel Yards Kiel sowie Blohm & Voss (Lürssen) begonnen worden. Nur im kleinen Kreis wurde der sogenannte „Brennstart“ an der Förde gefeiert.

Hier die komplette Erklärung von Oliver Grün, dem Sprecher der Lürssen Werft:

„Unter den aktuellen Umständen infolge der Corona-Pandemie und deren teils erheblichen Einschränkungen auf unseren Werften freuen wir uns, diesen wichtigen Meilenstein erreicht zu haben“, sagte Tim Wagner, Geschäftsführer der Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG. „Unser Dank gilt vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort, die trotz der Corona-bedingt schwierigen Gesamtsituation mit Hochdruck zur Realisierung dieses bedeutenden Beschaffungsvorhabens beitragen.“

„Mit der Fortsetzung des Baus der Korvetten K130 stellt die deutsche Werftindustrie auch in schwierigen Zeiten ihr internationales Niveau und ihr Können unter Beweis. Das vertrauensvolle und konstruktive Miteinander aller an diesem Projekt Beteiligten zeigt uns darüber hinaus, dass Erfolg auch in einer Krise wie der gegenwärtigen Pandemie möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen“, ergänzte Jörg Herwig, CEO GERMAN NAVAL YARDS KIEL GmbH.

Nach erfolgreicher Fertigstellung wird das rund 43 Meter lange Vorschiff zum Zusammenschluss mit dem Hinterschiff an den Hamburger Lürssen-Standort Blohm+Voss verholt, wo sich die ersten beiden Boote dieses Bauprojektes bereits in der Endausrüstung befinden. In Hamburg werden die rund 89 Meter langen Korvetten zudem in Betrieb genommen und durchlaufen von dort aus ihre Funktionsüberprüfungen und Abnahmen in Abstimmung mit den Fachabteilungen des öffentlichen Auftraggebers und der Deutschen Marine. Der Bau aller fünf Hinterschiffe erfolgt auf der Wolgaster Peene-Werft.

Der am 12. September 2017 durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erteilte Bauauftrag umfasst fünf zusätzliche Korvetten der Klasse 130. Die ersten fünf Einheiten befinden sich seit 2008 im Dienst und werden erfolgreich bei internationalen Bündniseinsätzen, etwa im Rahmen der UN-Mission im Libanon (UNIFIL), eingesetzt. Die ab 2022 zulaufenden Boote 6-10 werden durch die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) K130, bestehend aus der Fr. Lürssen Werft, thyssenkrupp Marine Systems und GERMAN NAVAL YARDS KIEL, geliefert. Der Vertrag umfasst neben Konstruktionsleistungen, der Fertigung, der Integration aller Systeme, Geräte und Anlagen, die Gestaltung der Land- und Ausbildungsanlagen. Auch umfassende Logistik- und Servicedienstleistungen, darunter etwa die technische Dokumentation oder die Ausbildung der späteren Besatzungsmitglieder im Umgang mit dem Boot und dessen Komponenten, sind Vertragsbestandteil. Beteiligt und integriert ist eine Vielzahl von Zulieferunternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Konstruktionsleistungen erfolgten bereits an den Lürssen-Standorten in Bremen, Hamburg und Wolgast sowie an den thyssenkrupp-Standorten in Emden und Hamburg.