Hilferuf vom einzigen Weserkahn: Nationalpark-Partner FRANZIUS mit Schäden am Unterwasserschiff – Unterstützer gesucht

Weserlastkähne sicherten über lange Zeit, als die Weser versandet war, den Warentransport nach Bremen. Nach der großen Weserkorrektion durch den Namensgeber dieses Schiffes, verschwand dieser Schiffstyp von der Weser. Es findet sich kein Original dieser Lastschiffe mehr.

Der heutige Weserlastkahn „Franzius“ – mit Liegeplatz im Museumshaven Vegesack – wurde als Plattbodenschiff mit Seitenschwertern und einer Gaffeltakelung in moderner formverleimter Holzbauweise auf der Werft Bremer Bootsbau Vegesack gebaut. Die „Kiellegung“ erfolgte 1994 und die „Indienststellung“ und Taufe im Jahr 2000 durch die damalige Senatorin Hilde Adolf. Dieser Nachbau erfolgte mit großer finanzieller  Unterstützung der Stadt Bremen und des europäischen Sozialfonds im Rahmen einer Maßnahme für Langzeitarbeitslose.

Mit dem geringen Tiefgang und dem platten Boden ist die „Franzius“ für Fahrten in flachen Gewässern und für ein Trockenfallen im Watt bestens geeignet. Ihr Revier sind vorrangig die Flussmündungen, das Wattenmeer mit seinen Inseln bis Holland und die westliche Ostsee. Das Schiff hat ein Schiffssicherheitszeugnis als Traditionsschiff und ist entsprechen umfangreich ausgerüstet.

In den 20 Jahren wurden mehrtägige Törns mit maximal 16 Gästen und Trainees, Tagesfahrten mit bis zu 30 Gästen, Ausbildungsfahrten mit Seminaren und Kursen für traditionelle Seemannschaft durchgeführt und es fand eine starke Beteiligung an Schiffsparaden und Treffen mit historischen Schiffen statt. Aufgrund der attraktiven Messe eignet sich das Schiff auch sehr gut für kleine Tagungen, Seminare, Ausstellungen und Feiern. Die Stammcrew besteht jeweils aus einem erfahrenem Skipper und 2 bis 3 fachkundigen Mitgliedern.

Am 22.02.2018 wurde das Bremer Traditionsschiff „FRANZIUS“ von der Nationalparkverwaltung „Niedersächsisches Wattenmeer“ als Nationalpark-Partner ausgezeichnet.

 Und jetzt?    Die FRANZIUS hat im Rumpfbereich erhebliche Schäden     

 Der Vereinsvorsitzende Thomas Hinzen, der das Schiff schon seit seiner Bauzeit bestens kennt, und seine Mitstreiter haben Undichtigkeiten gefunden.  Bei dem Besuch der Bootswerft Maleike im Hohentorsheerhafen wurde dann festgestellt, dass erhebliche Schäden am Rumpf vorliegen. Die verleimte 4-lagige Holzbeplankung haben sich an mehreren Stellen gelöst. Durch Wassereintritt in die verleimten Zwischenlagen hat sich „Gammel“ ausgebreitet. Ob die Ursache die Schichtverleimung oder mangelhafte Materialqualität die Ursache ist, lässt sich nachträglich nicht mehr feststellen.

Bei der Sanierung muss die 4-lagige Beplankung des Bodens und großer Teile des Rumpfes ausgetauscht werden. Die Übergänge müssen sauber geschäftet und mit hochwertigen Epoxyharz neu verleimt  werden.

Diese Mahßnahmen kosten viel Geld und übersteigen die Möglichkeiten des Vereins bei weitem.

Dazu entfallen in dieser Saison die festeingeplanten Einnahmen durch Gästefahrten und Veranstaltungen infolge des langen Werftaufenthaltes. Ziel ist es, dass „Franzius“ 2021 im Frühjahr wieder in Fahrt kommt.

Dafür braucht die „Franzius“ und der gemeinnützige Verein vor allem finanzielle Hilfe!