Museumshäfen sind ein Teil unseres Kulturerbes

Beinahe 20 Museumshäfen sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Museumshafen. Nicht nur an der Küste von Nord- und Ostsee. Auch der Historische Hafen Berlin, gleich neben der Mühlendammschleute, die auch viele Fahrgastschiffe passieren.


Was in Vegesack mal mit den Oldtimern des Kutter-Vereins begann und später – nach dem Herauslösen aus der „großen“ bremischen Hafenordnung – zur Gründung des aktuellen Museumshaven führte, sorgt auch andernorts für großes Aufsehen. Beinahe 20 Museumshäfen sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Museumshäfen. Nicht nur an Nord- und Ostsee, sondern auch in Leer und Berlin.

Die Website (www.agdm.de) zitiert quasi als inhaltliche Basis der Arbeitsgemeinschaft Rainer Prüss, für den „Museumshäfen einen elementaren Teil des kulturellen Gedächtnisses unserer Gesellschaft darstellen. Nur mit dem Wissen um das Alte, um das Woher und Warum, kann Neues entstehen. Wer nichts über die Vergangenheit weiß, kann die Gegenwart nicht verstehen und wird kaum Zukunft gestalten.“

Der Kutter- und Museumshaven Vegesack ist gerade wieder Mitglied dieser Arbeitsgemeinschaft geworden. „Wieder“ bedeutet, dass die Vegesacker es schon mal waren, jedoch zwischenzeitlich die Vereinigung mal verlassen hatten. Genaues konnte oder wollte Rolf Noll dazu nicht erklären. Jetzt aber, so hat es der Vorstand der AG in Hamburg beschlossen, sind die Vegesacker wieder dabei.

Der Zusammenschluss konnte unlängst im vergangenen Jahr seinen 30. Geburtstag feiern, seit 2006 fungiert er sogar als eingetragener und gemeinnütziger Verein. Im Kern der selbstgestellten Aufgaben steht natürlich der Lobbyismus für die Häfen. Gegenseitige Informationen gehören ebenso dazu, wie die Unterstützung traditionelle Seemannschaft stärker in den Fokus einer interessierten Öffentlichkeit zu bringen.

Foto: Dezi Dexter, Historischer Hafen Berlin 1, CC BY-SA 3.0