Aus HAVEN HÖÖVT wird schon bald KONTOR AM ALTEN SPEICHER – Start 2023?

Bisheriger Name ist für das neue Quartier zu verbrannt.

Vor allem die Lidl-Tochter Kaufland hat vor der Ansiedlung im bisherigen Haven Höövt tief in der Marktforschungskiste gegraben und dabei neben anderem herausgefunden, dass HAVEN HÖÖVT als Name für das Einkaufszentrum verbrannt ist. Deshalb haben sich die Investoren und Projektentwickler darauf geeinigt, das neue Quartier KONTOR AM ALTEN SPEICHER zu nennen. Und noch eine weitere Festlegung wurde in der jüngsten Sitzung des Vegesacker Beirates öffentlich: Im Gegensatz zu ihren Vorgängern soll diesmal die Verkaufsflächenbegrenzung von 11.500 Quadratmeter eingehalten werden. Beim Haven Höövt waren es am Ende mehr als 20.000 Quadratmeter, deren strafrechtliche Folgen allein durch die inzwischen eingetretene Verjährung folgenlos blieben.

Das Bremer Architekturbüro Wirth hatte am Ende eines Wettbewerbes mit seinem Entwurf die Nase vorn. 110 Mio. Euro will der Bauträger investieren. 150 bis 180 Wohnungen und einige Läden und vielleicht sogar das zukünftige Vegesacker Polizeirevier sollen dort entstehen – dann könnten die Polizisten ressourcensparend zu Fuß zur gegenüberliegenden Grohner Düne ausrücken …

Ganz ohne Glasbrücke. So soll der zukünftige Eingang in das kleinere Einkaufszentrum aussehen.

Anderthalb Dutzend Geschäfte entstehen zudem im rückwärtigen Teil des Projektes, der bisher weitgehend von Marktkauf genutzt wurde. Die Läden sind inzwischen entkernt und die Glasbrücke hinüber zum vorderen Baukörper wird während der kommenden Wochen abgerissen. Statt Marktkauf wird die Kaufland unter dem aufgehübschten Parkdeck mit drei mal fünf Meter großen Parkflächen Ankermieter. Außerdem sind in dem sogenannten „Nahversorgungszentrum“ Deichmann und auch auf dem Sedanplatz vertretene Tedi, Rossmann und (endlich wieder!) ein Elektronikmarkt angekündigt. Abgerundet wird das Angebot von Läden mit Schuhen, Mode, Drogerieartikeln sowie einem Friseur und einer „ganzwöchentlichen“ Gastronomie. Außerdem ein Altenheim und eine KITA sollen in dem neuen Quartier gebaut werden.

Einen Hauch von Kritik gab es während der jüngsten Sitzung des Vegesacker Beirates allein an der Höhe des Gebäudes im Bauteil C. „Zu hoch“ konstatierten einige Beiratsmitglieder und verwiesen darauf, dass die Pläne der Architekten, hier ein Hochhaus entstehen zu lassen – damit sich die kleinteilige Bebauung entlang des Museumshavens rechnet – ohnehin wegen des schlechten Baugrunds nicht umsetzbar sein werde.

Mit der Rechtskraft des neuen Bebauungsplanes wird 2019 gerechnet. Die endgültige Fertigstellung in rund drei Jahren könnte dann gemeinsam mit der Inbetriebnahme des Vegesacker Hafens vor 400 Jahren gefeiert werden.