Schulschiff-Verein zieht eine klare Kante

„Es soll ja keiner sagen, wir hätten es nicht frühzeitig angekündigt“, lässt sich die Presseinformation des Deutschen Schulschiff-Verein durchaus interpretieren. Einen Tag vor Himmelfahrt hatte sich das Führungsgremium des 1900 in Berlin gegründeten Vereins erneut mit dem geplanten neungeschossigen Gebäude in der Nachbarschaft des Liegeplatzes beschäftigt. Herausgekommen ist die folgende Presseinformation, die wir hier im Oroginaltext anfügen:

Stellungnahme des Deutschen Schulschiff-Vereins zum Hochhaus am Liegeplatz der „Schulschiff Deutschland“

 Seit nahezu 25 Jahren ist die „Schulschiff Deutschland“ an ihrem Liegeplatz in der Lesummündung Ausgangspunkt und Eckpfeiler der Maritimen Meile, mit dem Vegesack sich als historischer Standort für die Geschichte des Schiffbaus und der Schiffahrt in Bremen präsentiert. In dieser Zeit hat der Deutsche Schulschiff-Verein die „Schulschiff Deutschland“ mit großem ehrenamtlichen Engagements und mit der Unterstützung vieler freiwilliger Helfer, ohne eine öffentliche Finanzierung für die laufenden Kosten in einem Zustand erhalten, der beispielhaft ist und große Anerkennung findet. Die wesentliche Grundlage der Entscheidung für den Liegeplatz in der Lesum war, Vegesack mit dem ältesten künstlichen Hafen an der Nordseeküste von 1623, dem Werftspeicher, an dem das erste deutsche Dampfboot, die Weser“, 1817 gebaut wurde, und der „Schulschiff Deutschland“ Vegesack zu einem historischen maritimen Zentrum von nationaler Bedeutung zu entwickeln. Diese Konzeption wurde mit dem seinerzeit verantwortlichen Senat gemeinsam getragen. Für deren Realisierung war die STAVE zuständig und hat Millionen von Steuermitteln investiert.

Mit der Entscheidung für ein 9-geschossiges Hochhaus am Liegeplatz der „Schulschiff Deutschland“ haben die politisch Verantwortlichen im Vegesacker Beirat, in der Baudeputation und an der Spitze die Bausenatorin, Frau Dr. Schaefer, gezeigt, dass sie die Argumente des Deutschen Schulschiff-Vereins, die von vielen Vegesacker Vereinen und Institutionen sowie mehr als 2.000 Bürgerinnen und Bürger unterstützt werden, geringschätzen.

Bei einer Verwirklichung des Hochhausprojektes würde der für die Entscheidung für den Liegeplatz in der Lesum maßgeblichen Konzeption die Grundlage entzogen und der Standort zur Disposition gestellt. Für den Deutschen Schulschiff-Verein ergäbe sich daraus die zwingende Folge, sich um einen alternativen Liegeplatz zu bemühen.

Der Vorstand des Deutschen Schulschiff-Vereins sieht sich verpflichtet, die politisch Verantwortlichen und die Öffentlichkeit erneut auf diese, von ihm seit der ersten Präsentation der Planung vertretene Auffassung hinzuweisen.

Pressegespräch vor der Deputationssitzung

Die Initiatoren der Petition gegen den Bebauungsplan mit dem 9-stöckigen Gebäude haben rechtzeitig vor der Deputationssitzung für den 26. Mai zu einem Pressegespräch in die Kajüte von SCHULSCHIFF DEUTSCHLAND eingeladen.