Start für das neue „Stadtquartier zum Alten Speicher“: Jetzt beginnt die Entkernung

Auf der Website der Projektentwicklungsgesellschaft wird sehr übersichtlich dargestellt, welche Schwerpunkte das Zukunftsprojekt bestimmen sollen. Illustration: Architekten Weth.


Senat und Baudeputation haben den Bebauungsplan durchgewunken

Mehr als 100 Millionen Euro werden in das „Stadtquartier zum Alten Speicher“ investiert. Die gesamte Entwicklungsfläche zwischen Museumshaven und den Deichgrafen beträgt rund 3,5 Hektar, damit ist dieses Projekt aktuell die größte bremische Entwicklungsfläche und Vegesack kann dies alles gut gebrauchen!

„Wir wollen ab Juli, spätestens Anfang August, mit der Entkernung und danach mit dem Abriss beginnen“, legt sich der Projektentwickler Max Zeitz jetzt fest. „Die Vergangenheit macht der Zukunft Platz,“ wirbt die Haven Höövt Projektentwicklungsgesellschaft mbH auf ihrer Internetseite.

Über die Dominanz des „Hochhauses“  mit den nun 9 Geschossen ist in Vegesack ein kleiner Streit entbrannt. Durch die vorgesehene und noch nicht beschlossene Außengestaltung soll die Wirkung des Hauses der Gesamtgestaltung angepasst werden. Foto: Architekten Weth

30.000 Quadratmeter für Wohnen und Dienstleistungsangebote sowie die neue Polizeistation für den Bremer Westen und Norden – etwa 150 bis 180 Wohnungen, rund ein Viertel als Sozialwohnungen, sollen dort entstehen. Von den rund 11.500 qm Verkaufsfläche ist der wesentliche Teil bereits in Betrieb – auch das Fittnes-Studio über dem Einkaufszentrum. Wohnungen, Service-Wohnungen, ein Hotel, Gastronomie und anderes sind vorgesehen und spätestens 2023 wird mit der kompletten Fertigstellung gerechnet.

11 Stockwerke hoch ist der Neubau am Harburger Hafen als Nachempfindung eines alten Silos, der dort einmal stand. Durch die besondere Gestaltung der Fenster über jeweils zwei Etagen wirkt das Haus tatsächlich kleiner als 11 Geschosse. Auch die beiden Staffelgeschosse tragen dazu bei. Foto: Oliver Heinemann Photography.

Leider rund ein Jahr, nachdem der 400. Geburtstag des Vegesacker Museumshaven „groß gefeiert“ werden soll. Vielleicht sollten die Initiatoren doch noch mal über die Feierlichkeiten sowie die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz und natürlich über die Großbaustelle direkt am Hafen nachdenken.

So sahen die Fassaden der Schuppen am Vegesacker Hafen, gegenüber dem neuen Stadtquartier, noch in den 60er Jahren aus. Von den Häusern ist nur noch der Thielespeicher (im Foto links oben) vorhanden – heute Heimat für den Kutter- und Museumshaven-Verein sowie einem Fecht-Club.