Tourismus – auch im maritimen Vegesack ein Thema

Das Festival Maritim ist der sicher größte Magnet für Vegesack-Gäste. Und das Deck von SCHULSCHIFF DEUTSCHLAND ist eine hervorragende Örtlichkeit für Seamensmusic.


Mit dem Rad, dem Reisebus, zu Tagungen, Familienfeiern und allerlei anderen Treffen strömen Gäste nicht nur in die Stadt Bremen, sondern auch in den Bremer Norden. Die bisher bekannten Zahlen sind sehr gut. Ob das so bleibt, steht allerdings in den Sternen.

Seit rund einem Jahrzehnt steigen die Übernachtungszahlen in den Bremer Hotels kontinuierlich und Vegesack bekommt davon einen guten Anteil ab. Rund 6 Prozent Steigerung pro Jahr – 2019 sogar 7,9 Prozent – für die Stadt. Es kommen nicht nur mehr Gäste – sie bleiben auch länger – nämlich für insgesamt 2,35 Mio. Übernachtungen.

„Wir sehen uns darin bestätigt, dass sich die professionelle Arbeit der Wirtschaftsförderung Bremen und die Investitionen auszahlen“, so Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt. „Steigende Touristenzahlen sind wichtig für Bremen, denn der Tourismus ist nach wie vor ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Hansestadt.“ Mehr als 33.000 Menschen bestreiten im Bundesland inzwischen ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus. Zu den Übernachtungen rechnen die Touristiker noch rund 40 Millionen Tagesgäste, die Bremen und Bremen Nord für einen Kurztrip nutzen.

Mit dabei sind auch in der Spitze bis zu 5.000 Übernachtungen an Bord von SCHULSCHIFF DEUTSCHLAND, die mit ihren rustikalen Übernachtungsmöglichkeiten vor allem von Radtouristen auf dem Weser-Radweg gerne als stilvolle Herberge genutzt wird.

Zum aktuellen Tourismusprogramm des Senats gehört unter anderem die Bereitstellung von Planungsmitteln für ein Wasser-/Weserbussystem, das seit Jahrzehnten in allerlei Konzepten angedacht ist. Spätestens seit der grüne Stadtentwicklungssenator Ralf Füchs in den Neunzigern (1991-1995) die Öffnung der Stadt zum Fluss vorantrieb, gehört die schwimmende Verbindung – zum Beispiel vom Denkort Bunker Valentin bis zum Martinianleger – zu den Standardforderungen.

Es steigt jedoch nicht nur die Zahl der Übernachtungen. In Zukunft wird – auch in Vegesack – die Zahl der Hotels deutlich steigen. Derzeit zählen die Statistiker 96 „professionelle Beherbergungsbetriebe“, wie es formell heißt, weitere Betriebe sind bereits projektiert und teilweise bereits im Bau.

Ob die Steigerungen des vergangenen Jahrzehnts auch für das erste Halbjahr 2020 fortgesetzt werden können, steht allerdings in Frage. In den allermeisten deutschen Hochburgen des Tagestourismus steht derzeit vor allem ein Wort im Mittelpunkt: Stornierung wegen Corona.