… und jetzt mit Bierdeckeln!

Den Deckel oben auf dem Bierkrug drauf gab es bisher auch schon. Aber jetzt gibt‘s auch was für unten drunter – nämlich den passenden Deckel!

Vegesacker Bierkrüge mit tollen Motiven von Klaus Frischkorn aus der maritimen Geschichte unserer kleinen Stadt waren 1989 der absolute Renner. Mehr als 25.000 Stück wurden davon für jeweils 10 Mark verkauft. Mit diesen Einnahmen finanzierten die Aktiven des MTV Nautilus zu einem guten Stück den Ankauf ihres Segelloggers BV2 VEGESACK. Und jetzt? Jetzt endlich, zum 125. Geburtstag des Oldtimers, gibt es die entsprechenden Bierdeckel zu den Krügen.

„Wir wollen aber keine grünen Segel“, war damals schon im ersten Gespräch mit der Brauerei Beck & Co. klar. Was die Freunde des Maritimen aus Vegesack damals wollten war Bier, und nur Bier. Einer von ihnen hatte in Braunschweig 250.000 Bierdosen mit wunderbaren Vegesacker Motiven in Aussicht. Was fehlte, was das Bier. Nach sehr langer Bedenkzeit kam die Absage von den Brauern. „Die bringen uns in Vegesack den ganzen Markt durcheinander“, fürchtete man in der Bremer Neustadt. Doch so eine richtige Absage war das gar nicht. „Wie wäre es, wenn wir während der kommenden drei Jahre insgesamt 25.000 Bierkrüge finanzieren würden?“ – kam das überraschende Angebot. Gesagt, getan. Klaus Frischkorn, einer der Aktiven des MTV, schuf die Vorlagen für die Bierkrüge. Die Nordbremer freuten sich über diese Errungenschaft und kauften die Krüge wie verrückt. Auch am Bäckertresen gab es sie, denn die hiesigen Bäcker schlossen sich der Aktion „Ein Schiff für Vegesack“ an. Vegesack-Besucher waren ebenfalls begeistert von den Krügen, die sie während der Feste hier vor Ort erwarben oder überall dort, wo die BV2 VEGESACK als Botschafter unterwegs war.

Am 24. Mai 1895 startete der Logger mit dem Fischereizeichen BV2 (Bremen-Vegesack 2) zu seiner ersten Fangreise für die Bremen-Vegesacker Fischereigesellschaft. Zum diesjährigen 125. Geburtstag, so dachte sich der Vorstand des Vereins Maritime Tradition Vegesack Nautilus e.V., wäre es doch eine gute Gelegenheit, die Werbung für den Törnplan des Loggers – der in diesen Tagen eigentlich auf der Nordsee unterwegs sein wollte – zu unterstützen. Doch Corona zwang die Traditionsschiffer zum teuren Stillstand. Trotz Denkmalschutz und gemeinnütziger Betreibergesellschaft ist die VEGESACK auf jeden Euro angewiesen, der normalerweise von den mitreisenden Gästen an Bord als Segelgeld hereinkommt. Das fehlt jetzt in dieser schweren Corona-Zeit und das schmerzt gewaltig!

Deshalb steht auf den Bierdeckeln ein kleiner QR-Code, mit dessen Hilfe man sich direkt zum Törplan und natürlich auch zum Spendenkonto durchklicken kann.