„… und jetzt sind es schon zwei!

Noch in diesem Quartal könnte auf der Basis eines Erbbauvertrages das ALTE BOOTSHAUS an der Vegesacker Weserpromenade den Besitzer wechseln. Die Rekonstruktions- und Modernisierungsarbeiten sollen, so ist zu erfahren, noch in diesem Jahr beginnen.


Das Projekt ALTES BOOTSHAUS mit Uleich Schürg als Vorsitzendem

Der Gründung der „Stiftung Maritim Unterweser“ steht nun wohl unmittelbar bevor. Norbert Lange-Kroning, seit Jahren Freund des Projektes „ehemaliges Papageienhaus“, wie die Vegesacker es noch immer mit Vorliebe nennen und Befürworter einer maritimen Stiftung für die Region, steht mit seinen Vorstellungen zum ALTEN BOOTSHAUS offenbar nicht mehr allein. Wie Volker Kölling im Sport Schipper, dem Monatsmagazin der Bremer Segler berichtet, ist Ulrich Schürg als erster Vorsitzender der Stiftung vorgesehen. Lange-Kroning selbst ordnet sich bei dem Projekt als erster Stifter ein, wie der Sport Schipper berichtet.

Nur noch die ins Pflaster eingelassenen Schienen erinnern noch an die Bootswagen, die mit Ruderbooten beladen früher aus dem Bootshaus des Vegesacker Rudervereins runter zum Anleger gerollt wurden.

Ulrich Schürg ist in der Region kein Unbekannter. Er ist Segler durch und durch (seine fünf Kinder wurden alle Segler). Er hat sich auch beruflich für das Maritime entschieden. Derzeit verkaufen er und sein inzwischen ins Geschäft eingestiegener Sohn Nils herausragende Yachten im Auftrag von acht Werften und sind mit ihrem Unternehmen BLUE YACHTING einer der ganz großen Handelsunternehmen auf dem deutschen Markt.

Schürg Senior hat schon vor bald 20 Jahren Ideen für ein „Maritim Heritage Center“ am Vegesacker Museumshaven entwickelt. Wie Volker Kölling weiter berichtet, scheiterten die Pläne jedoch an den sehr hohen Mieten, die der damalige Haven Hööft-Betreiber für die ins Auge gefassten Flächen im Souterrain kassieren wollte. „Bei Oliver Berking in Flensburg kann man das besichtigen, war ich vorhatte: Ein Besucherzentrum, um den Menschen zum Beispiel die Geschichte des Bootsbaus in unserer Gegend näher zu bringen“, wird Schürg zitiert.

Auch der Bootsverkäufer Schürg geht derzeit noch von einer Investitionssumme von rund 300.000 Euro aus. Derzeit prüfen Architekten, ob damit alle Rekonstruktionen und Modernisierung – zum Beispiel ein Fahrstuhl, um das Haus behindertengerecht zu machen – zu bezahlen sind. Für die Übernahme des Hauses sowie des Grundstückes im Rahmen eines Erbbauvertrages, werden, so ist zu hören, nur wenige Tausend Euro als eher symbolischer Betrag zu investieren sein.

An der Finanzierung wollen Lange-Kroning und Schürg auch die Freunde der maritimen Geschichte aus der Region beteiligen. Die Funktion der Tausenden von 10-Mark-Bierkrügen, mit deren Hilfe Ende der Achtziger Jahre der Segellogger BV2 VEGESACK angeschafft wurde sollen unter anderem „Namenssteine“ übernehmen, die zum Preis von jeweils 500 Euro die Finanzierung erleichtern sollen.