„Was täte Vegesack gut?“ – Stellungnahme der Arge Maritime Meile

Die Arbeitsgemeinschaft Maritime Meile Vegesack blickt in die Zukunft
Die Runde der Leitungen des Vegesacker Geschichtenhauses, des MTV NAUTILUS, des Kutter- und Museumshavenverein, Stadtgartenverein und von Vegesack Marketing haben der Öffentlichkeit eine Stellungnahme präsentiert, in der Sie Kritik und Anregungen als Ergebnis Ihrer bisher internen Diskussionen zusammengefasst haben. Wir zitieren:
Die Maritime Meile Vegesack (MMV) und Nachfolge für Schulschiff Deutschland (SSD)
Das maritime Vegesack hat in der letzten Zeit erheblich an Attraktivität eingebüßt. Die
ehrenamtlichen Bemühungen um eine Attraktivitätssteigerung kamen gegen gewisse Realitäten nicht
an, wie z. B. Weggang des Schulschiffes, Schließung der Gastronomie „Zur gläsernen Werft“., der
„Strandlust“, bürokratischen Blockaden wie beim Versuch das „Alte Bootshaus“ (ex. Papageienhaus)
an der Strandpromenade wieder zu beleben.
Es geht um sehr viel mehr, als um einen Ersatz für das Schulschiff. Die Lösung kann nur eine gestärkte
MMV mit einem attraktiven Umfeld in Form eines Maßnahmenpaketes sein.
Dabei sollte zunächst die Frage „Was täte Vegesack gut?“ unabhängig von finanziellen oder
organisatorischen Bedenken an erster Stelle stehen.
Folgende Ideen halten wir für unterstützenswert:
1. Der SRK BREMEN mit Tochterboot VEGESACK
Das Schiff ist authentisch und bietet sich für die Erlebbarkeit der Geschichte der DGzRS geradezu
an.
2. Gastronomie im Vegesacker Hafen: Ob auf Schiffen oder einem Ponton: Das Hafenbecken muss
belebt werden und eine ganzjährige Aufenthaltsqualität bieten.
3. Der Museumshaven muss attraktiver werden: Mehr interessante, schöne Schiffe. Diese müssen
besser erlebbar sein.
4. Das Hafenumfeld: Die künftig noch höhere Hochwasserschutzmauer auf der Seite des
Hafenwaldes muss funktional verkleidet (versteckt) werden. Dafür würden sich kleine,
urige Buden für Fischbrötchen, Cafés, Kiosk sowie Actionflächen für Jung und Alt (z. B. Kletter –
Parcours, kleine Bühne für Künstler usw.) anbieten.
Die Buden müssen bei Hochwassergefahr unkompliziert zu sichern sein (E – Leitungen hoch usw.).
5. Das „Alte Bootshaus“ an der Strandpromenade soll wiederbelebt werden.
6. Der Anlegeponton im Bereich des ehemaligen SSD soll Richtung Weser verlängert werden.
7. Die „Strandlust“ als Gastronomie und Saalbetrieb fehlt und sollte wiederbelebt werden.
8. Die Gaststätte „Zur gläsernen Werft“ als Anfangs- oder Endpunkt der MMV muss auch wieder
geöffnet werden.
9. Der Bereich am Schlepper REGINA sollte vor der Hochwasserschutzmauer durch wenige Buden
(hochwasserunempfindlich) belebt werden.
10. Der alte und wenig attraktive Wohnmobilstellplatz wird in absehbarer Zeit aufgegeben.
Ein neuer, optisch attraktiver Platz in einer verträglichen Größe innerhalb der MMV sollte geprüft
werden.
Vorteil: solche Plätze bringen Ruhe und sichere Belebung (Schutz vor Vandalismus).
Die Camper bringen zusätzlich Geld in Gastronomie und Einzelhandel (Erfahrungen vieler
Landkreise und Städte).
11. Weitere interessante Exponate sollen im Bereich der MMV aufgestellt werden (z. B. das geplante
Hammerkran – Denkmal mit Großmodell und Original – Haken)
12. Die gesamte MMV muss immer sauber und gepflegt sein. Hierfür ist eine Art „Kümmerer“
bereitzustellen (Stadtgrün? Maßnahmeträger?)
13. Das Schulschiffhaus sollte eine Aufgabe innerhalb der MMV erhalten:
Passende Gastronomie und Ausstellungsbereiche z. B. zur Heringsfischerei oder der Geschichte
der DGzRS sollten geschaffen werden (Zusammenarbeit mit Heimatmuseum und
Maßnahmeträgern?)
14. Die Idee eines kleinen „Strand – Erlebnisbereiches“ (Weser Jungs) würde zusätzliches Leben in die
MMV bringen.
15. Der Wasserlauf am Alten Speicher muss gepflegt erscheinen. Die Wasserfläche sollte belebt
werden und der Wasserstand muss über die Stauklappe nach Bedarf reguliert werden können.
Die Stauklappe muss bei Sturmflutgefahr unkompliziert verschließbar sein.
16. Vandalismusgefährdete Bereiche sollten durch Beleuchtung und Videoüberwachung geschützt
werden.
17. Verbesserung der Infrastruktur der MMV
– öffentliche Toiletten (z. B. beim Alten Bootshaus“)
– Bauliche und konzeptionelle Erschließung der Meile für Events, z. B. kultureller und
gastronomischer Natur
– Ausbau des gastronomischen Angebotes, auch für mobile Einrichtungen
18. Engere Zusammenarbeit eines erweiterten Kreises an Akteuren der MMV
19. Die Maritime Meile Vegesack soll als Marke gestärkt und kommuniziert werden.